{"id":7007,"date":"2026-10-05T12:21:11","date_gmt":"2026-10-05T10:21:11","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=7007"},"modified":"2026-10-05T12:21:11","modified_gmt":"2026-10-05T10:21:11","slug":"alex-beer-das-dritte-grab","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/alex-beer-das-dritte-grab\/","title":{"rendered":"Alex Beer: Das dritte Grab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alex Beer: Das dritte Grab, Blanvalet Verlag, M\u00fcnchen 2026, 352 Seiten, \u20ac23,00, 978-3-7645-1022-0<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eDieser dreckige Mistkerl war in sein Zuhause eingedrungen, hatte ihm auflauert und ihn niedergeschlagen. Der Bastard wollte ihn einsch\u00fcchtern, aber da kannte er ihn schlecht. Er hatte sich mit dem Falschen angelegt.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Kriminalinspektor August Emmerich ist nicht so schnell kleinzukriegen, was aus Vorg\u00e4ngerb\u00e4nden bekannt ist. Seine Frau ist viel zu fr\u00fch gestorben und so k\u00fcmmert er sich als Stiefvater um drei Kinder und Irina, die zu seiner kleinen zusammengew\u00fcrfelten Familie nebst Hund l\u00e4ngst dazugeh\u00f6rt. Emmerich flucht ausgiebig, so dass er sogar mit seinem Assistenten, dem empfindlichen Ferdinand Winter, ausgemacht hat, dass er bei jeder Verfehlung in die <em>\u201eSchimpfwortkasse\u201c<\/em> einzahlen muss. Erstaunlich ist, dass Emmerich in einem feinen Villenviertel wohnt. Sein gro\u00dfes Haus, Teil einer Erbschaft, ist allerdings etwas heruntergekommen, denn Emmerichs leiblicher Vater war Baron Breitenbach, seine Mutter das einstige Hausm\u00e4dchen. Zu all den R\u00e4tseln um den verarmten Vater geh\u00f6rt auch eine Mappe mit einer Geheimschrift, die schwer zu knacken ist. Emmerich jedenfalls raucht auf Schritt und Tritt und er ist ein treuer Freund. Als er erf\u00e4hrt, dass sein alter Kumpel Veit Kolja, mit dem er im Waisenhaus aufgewachsen ist, verschwunden ist, setzt er alles in Bewegung, um ihn zu finden. Allerdings erscheint der Blutverlust, den die Beamten in der Wohnung Koljas vorfinden, zu gro\u00df, als dass er noch lebt. Die Lesenden indes wissen, dass Kolja in der Kanalisation Wiens festgehalten wird. Neben dem historischen Zeitkolorit, \u00d6sterreich ist 1923 eine Republik und die sogenannten Hakenkreuzler treiben ihr Unwesen auf den Stra\u00dfen der Hauptstadt, dreht sich die Handlung auch um die qualvollen Erinnerungen an den Krieg, die Zeit der Schleichh\u00e4ndler, Kolja mit seiner Bande geh\u00f6rte dazu, die steigenden Preise und den Judenhass.<br \/>\nZu Beginn wird bei einer Begehung der Kanalisation eine grausig zugerichtete Leiche gefunden. Kolja ist es nicht, daf\u00fcr Ludwig Marek, ein weiterer Bandenanf\u00fchrer, der allerdings einst mit Kolja einen Riesencoup 1917 starten wollte und seitdem jedoch verschwunden ist. Mehrere M\u00e4nner der fr\u00fcheren Banden werden nach und nach ermordet und Emmerich und seine Familie mit dem Tod bedroht. Kolja ist noch am Leben, aber durch den Regen steigt das Wasser in der Kanalisation und es wird nicht mehr lang dauern, dann k\u00f6nnte er angekettet ertrinken.<br \/>\nAtmosph\u00e4risch genau beschreibt Alex Beer wie in allen Emmerich-B\u00e4nden das Wien in den 1920er Jahren. Auch wenn der Fall nicht allzu spannend ist, folgt man der Autorin und dem sympathischen Emmerich gern bei seinen Ermittlungen, der es offenbar mit einem Mann zu tun hat, der sich der Meister nennt. Die Handlung fu\u00dft auf historischen Tatsachen, die im Nachwort nochmals aufgeschl\u00fcsselt und eingeordnet werden und nat\u00fcrlich wird auch aufgekl\u00e4rt, was es nun mit dem <em>\u201edritten Grab\u201c<\/em> so wie dieser Geheimschrift auf sich hat und wer Emmerichs Vater wirklich war.<br \/>\nEmpfehlenswert!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alex Beer: Das dritte Grab, Blanvalet Verlag, M\u00fcnchen 2026, 352 Seiten, \u20ac23,00, 978-3-7645-1022-0 \u201eDieser dreckige Mistkerl war in sein Zuhause eingedrungen, hatte ihm auflauert und ihn niedergeschlagen. Der Bastard wollte ihn einsch\u00fcchtern, aber da kannte er ihn schlecht. 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