{"id":6512,"date":"2026-04-03T11:20:37","date_gmt":"2026-04-03T09:20:37","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=6512"},"modified":"2026-04-03T11:20:37","modified_gmt":"2026-04-03T09:20:37","slug":"rene-anour-toedliches-deja-vu-ein-fall-fuer-commissaire-campanard","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/rene-anour-toedliches-deja-vu-ein-fall-fuer-commissaire-campanard\/","title":{"rendered":"Ren\u00e9 Anour: T\u00f6dliches D\u00e9j\u00e0-vu . Ein Fall f\u00fcr Commissaire Campanard"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ren\u00e9 Anour: T\u00f6dliches D\u00e9j\u00e0-vu . Ein Fall f\u00fcr Commissaire Campanard, Heyne Verlag, M\u00fcnchen 2026, 384 Seiten, \u20ac17,00, 978-3-453-44385-3<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eEr sp\u00fcrte, wie sie seine Hand nahm und festhielt. Was wollte sie damit ausdr\u00fccken? Zuversicht? Verzweiflung? Vermutlich w\u00fcrde er das nie erfahren.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Der Chef de Police de Grasse, Commissaire Campanard, hat im Fr\u00fchjahr sicher anderes zu tun, als sich mit der Protestaktion einer unbequemen Umweltsch\u00fctzerin auseinanderzusetzen. Monique Gaillard schafft es jedoch immer, alle Leute zu ver\u00e4rgern. Dabei gilt ihre berechtigte Sorge dem Verschwinden der Bienen. Sie beschuldigt die Firma ProPlant, die angeblich illegale Pestizide gepanscht habe und verbreite. Commissaire Campanard jedenfalls kann die w\u00fctende <em>\u201eBienenfrau\u201c<\/em> mit seiner ruhigen Art und dem Versprechen, sie auf ihrem Hof abseits der Stadt mit seinem Team zu besuchen, bes\u00e4nftigen. Erstaunlich ist, dass die Bioimkerin sich ihren Lieblingen ohne Schutzkleidung n\u00e4hern kann. Inspecteur Pierre Olivier hat da weniger Gl\u00fcck, denn er wird sofort gestochen. Die dritte im Bunde, Linda Delacours, Psychologin und Expertin f\u00fcr Mikroexpressionen, geht eher mit Respekt auf Distanz zu den Insekten. Monique Gaillard behauptet nun vehement, dass sie Beweise habe, warum die Bienen angeblich get\u00f6tet werden, aber Campanard reichen diese nicht aus. \u00c4rgerlich jagt sie ihren Besuch vom Hof.<br \/>\nCampanard, Olivier und Delacours h\u00e4tten zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht, dass die Bienenfrau ihr n\u00e4chster, ungew\u00f6hnlicher Mordfall werden w\u00fcrde. Denn die T\u00e4ter, und dies bleibt ein R\u00e4tsel, waren Gaillards eigene Bienen, eine befand sich sogar im Rachen der Frau und ihr Stich f\u00fchrte letztendlich zum Erstickungstod. Um an Informationen zu gelangen, bleibt dem Team nur eine M\u00f6glichkeit, sie m\u00fcssen undercover recherchieren. Linda frischt ihre Kenntnisse \u00fcber Lavendelpflanzen auf und l\u00e4sst sich als G\u00e4rtnerin bei ProPlant einstellen. Oliver, dem es neuerdings wieder sehr schlecht geht, schl\u00fcpft in die Rolle des Neffen von Monique Gallierd. Er muss sich nun auf ihrem Hof um die Bienen, aber auch um H\u00fchner, Ziegen und Schafe k\u00fcmmern. Zum Gl\u00fcck lernt er die attraktive Tier\u00e4rztin Delphine Laurie kennen, die ihm unter die Arme greift und den Kopf verdreht.<br \/>\nCommissaire Campanard indessen findet heraus, dass der Freund von Monique, Hugo Carpet, der im staatlichen Labor f\u00fcr Lebensmittelsicherheit arbeitet, bisher nicht nachweisen konnte, dass die verstorbenen Bienen durch Pestizide get\u00f6tet wurden. Carpet berichtet Campanard auch davon, dass Monique vor ihrem Tod Besuch von zwei Mitarbeitern von ProPlant hatte. Auch diese hat die aggressive Frau mit ihrem Gewehr vom Hof verscheucht. Und dann stellt sich noch heraus, dass die Bienenfrau fr\u00fcher selbst in der Forschung bei ProPlant gearbeitet hat. Interessant dabei ist, dass sie offenbar eine hochangesehene Wissenschaftlerin war, die in einem ambitionierten Projekt herausfinden wollte, ob es m\u00f6glich w\u00e4re, das Schwarmverhalten der Bienen zu kontrollieren und zu steuern. Zu dem Zeitpunkt als Monique noch bei ProPlant arbeitete, gab es auch einen merkw\u00fcrdigen Zwischenfall, wo Bienen einen Mitarbeiter aus dem Nichts heraus attackiert und verletzt haben. F\u00fcr Campanard ist das wie ein D\u00e9j\u00e0-vu, denn Monique musste auf diese Art sterben.<br \/>\nOlivier, der eigentlich als K\u00f6der den T\u00e4ter anlocken sollte, glaubt hingegen nicht daran, dass Monique ermordet wurde, bis er selbst von den Bienen angegriffen wird und rechtzeitig von Delphine mit Medikamenten vor dem \u00c4rgsten bewahrt wird. Campanard ahnt nun, dass er auf der richtigen Spur ist. Unklar ist nur, welches Geheimnis die Bienenfrau mit in den Tod genommen hat, wer sie bedroht und letztendlich get\u00f6tet hat.<br \/>\nMit sehr eigenwilligen Methoden, Campanard scheint ein Fan von J.R.R. Tolkien und seinem Werk \u201eHerr der Ringe\u201c zu sein, motiviert er sein Team, dass doch sehr fragil ist. Immerhin ist Olivier gesundheitlich sehr angeschlagen und Linda neigt zu Panikattacken und auch Campanard kann nicht \u00fcber seine Vergangenheit sprechen.<br \/>\nRen\u00e9 Anour hat sich f\u00fcr seinen dritten Band \u00fcber Commissaire Campanard ein schwieriges Thema ausgesucht, denn in gewisser Weise f\u00fchrt es in die spannende Welt der Science &#8211; Fiction. Wirklichkeitsnah und informativ beschreibt der Autor hingegen, welchen Gefahren die Bienen, z.B. durch Faulbrut und andere Krankheiten heutzutage ausgesetzt sind und er schreibt wie immer atmosph\u00e4risch genau, was in der Provence im Fr\u00fchjahr so bl\u00fcht:  Jasmin, Lavendel und Mairosen.<\/p>\n<p>Ziemlich konstruiert, gespickt mit Liebesgeschichten und einer Menge s\u00fc\u00dfem Honig!<br \/>\nWeitere Besprechungen zu den beiden Vorg\u00e4ngerb\u00e4nden finden sich in diesem Literaturblog!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ren\u00e9 Anour: T\u00f6dliches D\u00e9j\u00e0-vu . Ein Fall f\u00fcr Commissaire Campanard, Heyne Verlag, M\u00fcnchen 2026, 384 Seiten, \u20ac17,00, 978-3-453-44385-3 \u201eEr sp\u00fcrte, wie sie seine Hand nahm und festhielt. Was wollte sie damit ausdr\u00fccken? Zuversicht? Verzweiflung? 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