{"id":5685,"date":"2024-11-26T11:49:47","date_gmt":"2024-11-26T10:49:47","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=5685"},"modified":"2024-11-26T11:49:47","modified_gmt":"2024-11-26T10:49:47","slug":"alan-bradley-flavia-de-luce-11-des-henkers-letzte-mahlzeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/alan-bradley-flavia-de-luce-11-des-henkers-letzte-mahlzeit\/","title":{"rendered":"Alan Bradley: Flavia de Luce 11 &#8211; Des Henkers letzte Mahlzeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alan Bradley: Flavia de Luce 11 &#8211; Des Henkers letzte Mahlzeit, Aus dem Englischen von Gerald Jung, Katharina Orga\u00df, Penhaligon Verlag, M\u00fcnchen 2024, 288 Seiten, \u20ac22,00, 978-3-7645-3316-8<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201eEine Frau zu werden, geh\u00f6rte nicht zu meinem Plan. Die Vorstellung, eine Dame zu werden, war sogar noch erschreckender. \u2026<br \/>\nM\u00e4dchen meines Alters sind unsichtbar. Man schert sich einen Dreck \u2013 oder sonst was \u2013 um uns. Doch kaum sind wir Frauen, werden wir zu Objekten der Begierde, falls wir uns nicht Scherzartikelgebisse und k\u00fcnstliche Warzen besorgen und unsere Kleider von Vogelscheuchen stibitzen.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Seit 2009 ( \u201eFlavia de Luce \u2013 Mord im Gurkenbeet\u201c ) ver\u00f6ffentlicht der nun mittlerweile sechsundachtzigj\u00e4hrige, englische Autor Alan Bradley seine Kriminalgeschichten, in denen das ziemlich unsichtbare, wie altkluge, aber auch clevere M\u00e4dchen Flavia de Luce die F\u00e4lle l\u00f6st. Ihre Leidenschaft f\u00fcr die Chemie und die Wissenschaften wird zwar im Jahre 1953 von allen bel\u00e4chelt, aber sie ist erfolgreich, auch wenn Inspektor Hewitt ihre Einmischungen nie ernst nimmt und sich dann korrigieren muss.<br \/>\nFlavia lebt mit ihrer Familie auf Buckshaw, dem Familiensitz der de Luces, unweit der Ortschaft Bishop\u2019s Lacey. Ihre Eltern sind inzwischen verstorben und Flavias Schwestern interessieren sich kaum f\u00fcr den Nerd in der Familie, der auch noch mit seinem Fahrrad Gladys spricht. Neuerdings nervt Flavia ihre j\u00fcngere Cousine Undine, die zu gern ihre Nase in alles steckt, was sie nichts angeht. Als Vertraute z\u00e4hlen f\u00fcr die doch einsame Flavia der G\u00e4rtner Dogger und die Haush\u00e4lterin Mrs. Mullet, deren Kochk\u00fcnste nicht grunds\u00e4tzlich von jedem Familienmitglied gesch\u00e4tzt werden. Und dann passiert nat\u00fcrlich ein Todesfall. Major Greyleigh, der allein und abseits in einem Cottage lebt, wurde wahrscheinlich vergiftet. Inspektor Hewitt verd\u00e4chtigt die arme Mrs. Mullet, die wie jedes Jahr ihre h\u00f6chst selbst gesammelten Pilze in Gerichten verarbeitet. Doch nun soll sie damit den Major in den Tod geschickt haben. Flavia zweifelt, aber sie bemerkt auch, dass die verheiratete Mrs. Mullet irgendetwas verschweigt. Wie immer spricht Flavia die Lesenden an. Nat\u00fcrlich wird Flavia, obwohl Inspektor Hewitt ihr strengstens klargemacht hat, dass sie ihre Finger von dem Fall lassen soll, das Cottage des Opfers durchsuchen. Und sie wird Reste des Pilzgerichtes chemisch analysieren und feststellen, dass die Haush\u00e4lterin auf keinen Fall die Giftm\u00f6rderin sein kann. Das nachgewiesene Saxitoxin stammt nicht aus Mrs. Mullets K\u00fcchenschrank. Da nun mittlerweile entdeckt wurde, dass der so ruhig lebende Major Greyleigh eine durchaus bewegte Vergangenheit hinter sich hat, gewinnt die Geschichte an Substanz. Immerhin hat das Opfer als Henker gearbeitet und das auch in der Nachkriegszeit. Wer hat sich nun an Major Greyleigh ger\u00e4cht, die Nachfahren seiner Opfer oder gibt es noch ganz andere Motive, die der ortsans\u00e4ssigen Polizei mal wieder entgehen?<br \/>\nFlavia wird herausfinden, in welcher Beziehung Major Greyleigh und die Haush\u00e4lterin wirklich standen und sie wird ihren sehr lebendigen, angeblichen toten Vater, der sich immer hinter seiner Briefmarkensammlung versteckt hat und mehr Geheimnisse verbirgt als geahnt, bei all ihren, auch n\u00e4chtlichen Recherchen entdecken.<br \/>\nWohltuend altmodisch verstaubt liest sich auch dieser Krimi, in dem es auf althergebrachte, \u00e4u\u00dferst spannende Weise darum geht, wer der M\u00f6rder ist und was das alles mit Flavias Vater zu tun hat. Skurrile Nebenpersonen mit ihren Schrullen schm\u00fccken die Handlung und f\u00fchren die Lesenden auf falsche Spuren. Immer wieder spielt Alan Bradley in seinem neuen Roman auf Literatur, aber auch Zeitgeschichtliches an und l\u00e4sst seine junge Protagonistin in Monologen ein paar sarkastische  wie unfeine Gedanken formulieren.<\/p>\n<p>Weitere Besprechungen aus der  \u201eFlavia de Luce\u201c &#8211; Reihe in diesem Literaturblog!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alan Bradley: Flavia de Luce 11 &#8211; Des Henkers letzte Mahlzeit, Aus dem Englischen von Gerald Jung, Katharina Orga\u00df, Penhaligon Verlag, M\u00fcnchen 2024, 288 Seiten, \u20ac22,00, 978-3-7645-3316-8 \u201eEine Frau zu werden, geh\u00f6rte nicht zu meinem Plan. 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