{"id":5269,"date":"2024-04-28T10:58:55","date_gmt":"2024-04-28T08:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=5269"},"modified":"2024-04-28T10:58:55","modified_gmt":"2024-04-28T08:58:55","slug":"christine-brand-vermisst-der-fall-anna","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/christine-brand-vermisst-der-fall-anna\/","title":{"rendered":"Christine Brand: Vermisst \u2013 Der Fall Anna"},"content":{"rendered":"<p><strong>Christine Brand: Vermisst \u2013 Der Fall Anna, Blanvalet Verlag, M\u00fcnchen 2024, 544 Seiten, \u20ac18,00, 978-3-7645-0828-9<\/strong><\/p>\n<p><em>\u201e Und doch \u2026 es zerrei\u00dft sie fast. Sie steht hier, nur zwei Meter vom Schlafzimmer eines Mannes entfernt, der m\u00f6glicherweise mehrere Frauen get\u00f6tet hat und bis heute damit davongekommen ist. Sie kann nicht einfach umdrehen und weggehen \u2026 \u201e <\/em><\/p>\n<p>Per Tinder lernt die Berner Ermittlerin Malou L\u00f6wenberg in ihren seltenen freien Tagen den gut aussehenden Sozialarbeiter Dario Forster kennen. Ein One-Night-Stand sollte es werden, doch dann erz\u00e4hlt der ahnungslose Dario von seiner Mutter Anna, die ihn vor drei\u00dfig Jahren von einem Tag auf den anderen verlassen hat. Er wei\u00df jedoch nicht, dass er bei Malou an eine Polizistin geraten ist, die auch ihre biologischen Eltern nicht kennt. Die sechsundzwanzigj\u00e4hrige Anna Forster lebte damals ein unauff\u00e4lliges Leben, arbeitete in einem Lebensmittelladen und zog ihren Sohn allein gro\u00df. An seinem f\u00fcnften Geburtstag jedoch hat sie ihn nicht vom Kindergarten abgeholt. Seit diesem Tag schreibt die Mutter dem Kind immer an seinem Geburtstag eine Ansichtskarte mit dem Satz: <em>\u201eMama hat dich lieb.\u201c <\/em>Mit Malou wagt es Dario, an seinem Geburtstag den Briefkasten zu \u00f6ffnen. Keine Frage, Malou interessiert sich f\u00fcr diesen Fall. Sie ermutigt Dario, per Facebook auf die Suche nach seiner Mutter zu gehen. Er glaubt, hofft, dass sie lebt. Malou ist da pessimistischer.<br \/>\nMalou L\u00f6wenberg ist eine eigenwillige Kommissarin, die mit ihrem attraktiven \u00c4u\u00dferen, rote Haare und Zungenpiercing, M\u00e4nner anzieht, auch einen ihrer Kollegen, was sie eigentlich gar nicht beabsichtigt.<br \/>\nChristine Brand hat sich zu diesem ersten Krimi rund um die mutige Kommissarin Malou L\u00f6wenberg von einem Cold Case und wahren Mordf\u00e4llen in der Schweiz inspirieren lassen.<br \/>\nAuf Darios Facebook \u2013 Anfrage melden sich unz\u00e4hlige Leute, auch Isabel, ein M\u00e4dchen aus M\u00fcnchen, deren Mutter sie vor sechzehn Jahren an ihrem f\u00fcnften Geburtstag verlassen hat. Auch sie erh\u00e4lt einmal im Jahr diese Ansichtskarten mit dem gleichen Satz. Nach akribischer Polizeiarbeit und auch Darios Hilfe, der mit sich und der Welt nicht mehr klarkommt, finden sich noch mehr Kinder, die nichts von ihren V\u00e4tern wissen und von ihren M\u00fcttern an ihren f\u00fcnften Geburtstagen allein gelassen wurden. Langsam entsteht das Bild von einem eitlen T\u00e4ter, der seine biologischen Kinder, deren Lebenswege er ja verfolgt, beobachtet und psychisch qu\u00e4lt. Dass Dario und Isabel Halbgeschwister sein k\u00f6nnten, entdeckt Malou als sie Isabel kennenlernt und bemerkt, dass sie genau wie Dario den gleich Tic, der vererbbar ist. Parallel zu diesen F\u00e4llen f\u00fchlt auch Malou sich verfolgt und sie entdeckt, dass ein Fremder ihren Adoptivvater, der an Alzheimer erkrankt ist, im Heim besucht.<br \/>\nMit einer Falle hoffen die Ermittler nun den T\u00e4ter, der ganz ordentlich mit der Hand seine Karten schreibt und offensichtlich eine narzisstische St\u00f6rung hat, zu fassen. Allerdings scheint er in Deutschland, an der Grenze zur Schweiz zu wohnen. Und leider arbeiten die deutschen Polizeibeh\u00f6rden wie immer ziemlich langsam und machen nur Dienst nach Vorschrift.<br \/>\nAbsolut spannend liest sich dieser Cold-Case-Krimi, der zwar immer wieder versucht die Lesenden auf falsche F\u00e4hrten zu setzen, aber doch glaubw\u00fcrdig einen Fall und dessen zeitaufwendige L\u00f6sung konstruiert. Keine Frage, dieser erste Krimi macht Lust auf mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christine Brand: Vermisst \u2013 Der Fall Anna, Blanvalet Verlag, M\u00fcnchen 2024, 544 Seiten, \u20ac18,00, 978-3-7645-0828-9 \u201e Und doch \u2026 es zerrei\u00dft sie fast. 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