{"id":4814,"date":"2023-06-28T13:55:52","date_gmt":"2023-06-28T11:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=4814"},"modified":"2023-06-28T15:53:42","modified_gmt":"2023-06-28T13:53:42","slug":"4814-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/4814-2\/","title":{"rendered":"Louise Penny: Die Reise nach Paris &#8211; Der 16. Fall f\u00fcr Gamache"},"content":{"rendered":"<p><strong>Louise Penny: Die Reise nach Paris &#8211; Der 16. Fall f\u00fcr Gamache, Aus dem kanadischen Englisch von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck, Kampa Verlag, Z\u00fcrich 2023, 557 Seiten, \u20ac19,90, 978 3 311 12050 6<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Die Reise nach Paris: Der 16. Fall f\u00fcr Gamache (Ein Fall f\u00fcr Gamache)\" type=\"text\/html\" width=\"676\" height=\"550\" frameborder=\"0\" allowfullscreen style=\"max-width:100%\" src=\"https:\/\/lesen.amazon.de\/kp\/card?preview=inline&#038;linkCode=li2&#038;ref_=k4w_oembed_24WcY5kXu2dFQt&#038;asin=3311120507&#038;tag=wwwkarinhahnr-21\"><\/iframe><\/p>\n<p><em>\u201eWar es Industriespionage? Betrug? Geldw\u00e4sche? Was hatte diese junge Journalistin in den Bergen von Patagonien entdeckt? Und was hatte ein vor vier Jahren in Kolumbien entgleister Zug damit zu tun? Irgendetwas gab es da. Etwas, das schrecklich genug war, um deswegen zu t\u00f6ten. Und er hatte nur ein paar Stunden, um es herauszufinden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In diesem\u00a0 sechzehnten Band hat sich Louise Pennys Hauptfigur Armand Gamache, Leiter der Mordkommission der S\u00fbret\u00e9 du Qu\u00e9bec, mit seiner Ehefrau Reine-Maria nach Paris begeben, denn seine Kinder, Daniel und Annie, leben wiederum mit ihren Familien neuerdings in der glamour\u00f6sen Hauptstadt von Frankreich. Auch Armand hat gute Erinnerungen an die Stadt, immerhin hat er hier seiner Frau einen Heiratsantrag gemacht. Au\u00dferdem ist er immer mit seinem Patenonkel, dem heute dreiundneunzigj\u00e4hrigen Stephen Horowitz, Armands Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, da war der Junge neun Jahre alt, oft nach Paris geflogen. Hier lebte auch die Gro\u00dfmutter und sie hat Armand ihre Wohnung vermacht. Anlass f\u00fcr den Familienbesuch ist ein wunderbares Ereignis, Annie erwartet in K\u00fcrze ihr zweites Kind. Jean-Guy, bester Freund und einstiger Kollege von Armand, wird nun Vater und au\u00dferdem hat er seine neue Stelle bei einer gro\u00dfen Technologiefirma angetreten. Dieser Arbeitsplatz wurde, was Jean-Guy nicht wei\u00df, vom immer noch einflussreichen Finanzmagnaten Stephen eingef\u00e4delt. Allerdings f\u00fchlt sich Jean-Guy bei GHS Engineering nicht sonderlich wohl und irgendwie fehl am Platze, was seine Kolleginnen ihn auch sp\u00fcren lassen.<\/p>\n<p>In der doch sehr aufgebl\u00e4hten Handlung mit unz\u00e4hligen Personen muss Louise Penny erst mal alle Familienkonstellationen aufdr\u00f6seln und die Figuren einf\u00fchren. Verf\u00fchrerisch ist es nat\u00fcrlich auch immer Pariser Flair und Geschichte in die Beschreibungen einzuflechten und zu betonen, dass die Pariser Polizei nat\u00fcrlich absch\u00e4tzig jemanden von der Polizei aus Kanada behandelt.<\/p>\n<p>Alles k\u00f6nnte jedenfalls so wunderbar sein. Doch nach einem Essen der Familie mit Stephen wird dieser von einem wei\u00dfen Lieferwagen eindeutig in T\u00f6tungsabsicht angefahren. Da Armand den Polizeipr\u00e4fekten von Paris, Claude Dussault, kennt, wird dieser Fall dann doch nicht nur als Unfall mit Fahrerflucht behandelt. Als Armand einen Hotelschl\u00fcssel bei Stephens Sachen findet, ist klar, er war bereits schon Tage vorher in Paris und offenbar in geheimer Mission, denn er hat nat\u00fcrlich eine Wohnung in der Stadt. In dieser Wohnung entdecken Armand und Reine-Maria dann einen Toten. Der Kanadier und Ingenieur Alexander Plessner wurde auf Geheimdienstmanier hingerichtet und Armand vernimmt einen eigenartigen, strengen Duft ( das K\u00f6lner Eau de Cologne 4711 ), den er nur vom Polizeipr\u00e4fekten kennt. Ist dieser in die Mordf\u00e4lle verwickelt? Unterlagen von GHS Engineering, die in Stephens Sachen gefunden werden, kn\u00fcpfen dann eine Verbindung zu Jean-Guys neuem Job und auch zu Daniels neuer Arbeit bei der Bank. Was hat Stephen, der mit Verve Korruption und Industriespionage bek\u00e4mpft, bei GHS Engineering entdeckt? Dass Armands Familie von allen Seiten eingesch\u00fcchtert wird, ist sehr offensichtlich, insbesondere als Claude Dussault alle auffordert, Paris zu verlassen. Die Sicherheitsfirma von GHS Engineering und dem Hotel, in dem Stephen eingecheckt hatte, versucht immer wieder Armand und seine Kinder zu verunsichern. Hinzu kommt noch, dass Daniel ein sehr schlechtes Verh\u00e4ltnis zu seinem Vater Armand hat und niemand wei\u00df, warum der Sohn den Vater so vehement ablehnt. Armand findet heraus, dass Stephen seine wertvolle Gem\u00e4ldesammlung zu Geld gemacht hat, um sich einen Sitz im Vorstand von GHS Engineering zu erkaufen. Doch was hat er herausgefunden, dass seine Anwesenheit bei der Vorstandssitzung verhindert werden muss und sogar ein Mensch get\u00f6tet wird? Es geht um ein Projekt in Patagonien, doch was haben die Seltenerdmetalle mit allem zu tun? Als Daniel dann entf\u00fchrt wird, um Armand zu zwingen, ein bestimmtes Dokument, nach dem die Kriminellen verzweifelt auf der Suche sind, zu finden, eskaliert die Handlung, denn pl\u00f6tzlich wird erschreckend deutlich, dass auch der Polizeipr\u00e4fekt auf der falschen Seite stehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Dass alles nicht so schlimm kommt, wie vermutet, tr\u00f6stet ein bisschen beim Lesen. Realit\u00e4tsnah jedoch, da vorstellbar, entwirft Louise Penny einen glaubhaften Plot, der voller Spannung zeigt, wozu gro\u00dfe, unbarmherzige Unternehmen f\u00e4hig sind. Sie gehen \u00fcber Leichen hinweg, um zu vertuschen und von sich selbst ein moralisch einwandfreies Bild zu zeichnen. Dass ein sehr alter Mann diesem Treiben Einhalt gebieten muss, ist schon sehr bedenklich.<\/p>\n<p>Vielleicht ist die Geschichte voller privater, wie gesellschaftlicher Konflikte, bis hin zu Episoden aus Armands und Stephens Leben, ein bisschen zu lang geraten und vom dramatischen Erz\u00e4hlbogen einfach zu weit gespannt, bleiben Armand Gamache \u2013 Fans allerdings ihrem Ermittler treu und lesen diesen dicken Band bis zum Ende.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Louise Penny: Die Reise nach Paris &#8211; Der 16. Fall f\u00fcr Gamache, Aus dem kanadischen Englisch von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck, Kampa Verlag, Z\u00fcrich 2023, 557 Seiten, \u20ac19,90, 978 3 311 12050 6 \u201eWar es Industriespionage? Betrug? Geldw\u00e4sche? 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