{"id":4684,"date":"2023-03-10T07:56:54","date_gmt":"2023-03-10T06:56:54","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=4684"},"modified":"2023-03-10T07:56:54","modified_gmt":"2023-03-10T06:56:54","slug":"sarah-pearse-das-sanatorium","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/sarah-pearse-das-sanatorium\/","title":{"rendered":"Sarah Pearse: Das Sanatorium"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sarah Pearse: Das Sanatorium, Aus dem Englischen von Ivana Marinovi\u0107, Goldmann Verlag, M\u00fcnchen 2023, 512 Seiten, \u20ac17,00, 978-3-442-20635-3<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Das Sanatorium: Thriller. - Reese Witherspoon Buchclub-Auswahl\" type=\"text\/html\" width=\"676\" height=\"550\" frameborder=\"0\" allowfullscreen style=\"max-width:100%\" src=\"https:\/\/lesen.amazon.de\/kp\/card?preview=inline&#038;linkCode=li2&#038;ref_=k4w_oembed_3CEiG0oWUbhXIh&#038;asin=3442206359&#038;tag=wwwkarinhahnr-21\"><\/iframe><\/p>\n<p><em>\u201eW\u00e4hrend sie ein Foto davon macht, versucht ihr Gehirn zu verarbeiten, was sie da gerade vor sich hat. Jemand hat Adele die Finger amputiert und sie dann, eingerahmt von Kupferreifen, in diesem Kasten ausgestellt.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Hoch in den Bergen der Schweizer Alpen wurde gegen jeglichen Widerstand der Bev\u00f6lkerung das einstige Sanatorium f\u00fcr Tuberkulosekranke in ein modernes, architektonisch bemerkenswertes, minimalistisches Luxushotel umgebaut. Weit ist der Weg von der Seilbahn zum 5-Sterne-Hotel und das war damals, als es noch Sanatorium war, auch beabsichtigt. Die Kranken sollten zum einen fern von der Stadt frische Luft atmen, zum anderen isoliert werden. Bevor allerdings das Hotel erbaut wurde, verschwand einer der wichtigsten Architekten, Daniel Lemaitre. Die Lesenden wissen, dass er f\u00fcnf Jahre bevor die spannende Handlung ihren Lauf nimmt, einem Verbrechen, jemand n\u00e4herte sich ihm mit einer grausigen Gasmaske, zum Opfer gefallen ist. F\u00fcr Daniel Lemaitre und Lucas Caron, beide in den Drei\u00dfigern, war dieses Hotel <em>\u201eLe Sommet\u201c<\/em>, als Architekt und Immobilienentwickler ein Lebensprojekt.<\/p>\n<p>2020 nun reist die beurlaubte, englische Kriminalkommissarin Elin Warner mit ihrem Freund Will zur Verlobungsfeier ihres Bruders Isaak im tiefsten Winter in dieses Hotel. Beide lernen Lucas Caron und seine Schwester kennen, denn sie f\u00fchren gemeinsam das Unternehmen. Gedanklich ist Elin immer in der Vergangenheit. Durch ihre eigenm\u00e4chtige Entscheidung bei einem Kriminalfall w\u00e4re sie beinahe zu Tode gekommen. Von dem sogenannten Hayler-Fall kann sie sich seelisch nicht mehr erholen. Durch ihren intensiven Sport ist sie v\u00f6llig abgemagert. Ihre Nerven sind extrem angespannt, jede noch so kleine Ver\u00e4nderung, auch in Wills Verhalten, verunsichern sie. Fast krankhaft erinnert sie sich jede Sekunde an ihren Bruder Sam, der mit acht Jahren durch einen Unfall ertrunken ist. In ihren Erinnerungen und Flashbacks jedoch gibt sie ihrem Bruder Isaak die Schuld. Beide haben kein gutes Verh\u00e4ltnis, denn sie wei\u00df, dass Isaak mit seinen L\u00fcgen bei allem durchkommt. Nicht mal bei der Beerdigung der Mutter, Elin hatte die Krebskranke bis zum letzten Tag gepflegt, war er anwesend. Seit Jahren lebt er schon in der Schweiz und ist, ein wirklich extremer Zufall, verlobt mit der einstigen Jugendfreundin von Elin, Laure. Beide haben sich aus den Augen verloren. Doch nun wird Verlobung gefeiert und Elin, die mit ihren Panikattacken k\u00e4mpft, soll sich entspannen. Da im Hotel an vielen Stellen mit Artefakten an die einstige Existenz des Sanatoriums erinnert wird, und riesige Glasscheiben Ein- wie Ausblicke gew\u00e4hren, sp\u00fcrt Elin, dass sie immer unruhiger wird. Als dann Adele und auch Laure verschwinden, Lawinengefahr zur Evakuierung des Hotels f\u00fchrt und eine Leiche au\u00dferhalb des Hotels gefunden wird, beginnt die Spannung anzusteigen.<\/p>\n<p>Nicht nur die bedrohliche Natur spielt f\u00fcr Sarah Pearse eine Rolle, sie \u00f6ffnet mehrere Schaupl\u00e4tze. Da ist der Bruder-Schwester-Konflikt \u00fcber den Tod des j\u00fcngeren Bruders Sam, aber auch Elins Berufsunf\u00e4higkeit als Ermittlerin und ihre Unf\u00e4higkeit, mit dem sympathischen Will ein normales Leben zu f\u00fchren. Als dann Adele tot im Pool entdeckt wird und sp\u00e4ter auch Laure, erwachen in Elin wieder die Lebensgeister und sie beginnt, da niemand von der Walliser Kriminalpolizei ins Hotel kommen kann, zu ermitteln. Klar ist, der T\u00e4ter oder die T\u00e4terin befindet sich unter den G\u00e4sten oder dem Personal, die das Hotel aufgrund der Wetterlage nicht mehr verlassen konnten. Da den Leichen immer eine Gasmaske \u00fcber den Kopf gezogen wurde und ein Kupferreif mit einer eingravierten Zahl in deren N\u00e4he gefunden wird, und sp\u00e4ter auch ein USB Stick, stellt sich heraus, dass diese Zahl eine Patientenaktennummer aus dem Sanatorium ist. Weiterhin findet Elin heraus, dass das Sanatorium nicht nur Tuberkulosepatienten aufnahm, sondern auch Patienten, Frauen, aus einer psychiatrischen Klinik in Deutschland. Da den Leichen, es werden noch mehr, die Finger entfernt wurden, scheint das ein Hinweis auf den Umgang mit den einstigen Patienten zu sein. Immer mehr Indizien weisen auf das Sanatorium hin und vereitelte Angriffe auf Elin zeigen, man will sie aus dem Weg haben. Allerdings muss die d\u00fcnnh\u00e4utige Ermittlerin auch aufpassen, dass sie sich nicht wieder durch ihre Alleing\u00e4nge in Gefahr bringt.<\/p>\n<p>Am Ende wird Elin ihren Konflikt mit ihrem Bruder aus dem Weg r\u00e4umen k\u00f6nnen, doch jemand scheint ihr nach der Kl\u00e4rung des spektakul\u00e4ren Falles, der nur indirekt mit dem einstigen Sanatorium und den kriminellen Machenschaften der \u00c4rzte dort zu tun hatte, auf den Fersen zu sein. Ein n\u00e4chster Band wird folgen!<\/p>\n<p>Keine Frage, spannend und gut geschrieben, vielleicht etwas zu \u00fcberladen mit Konflikten und Zuf\u00e4llen, die nicht mal in der realen Welt glaubhaft w\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sarah Pearse: Das Sanatorium, Aus dem Englischen von Ivana Marinovi\u0107, Goldmann Verlag, M\u00fcnchen 2023, 512 Seiten, \u20ac17,00, 978-3-442-20635-3 \u201eW\u00e4hrend sie ein Foto davon macht, versucht ihr Gehirn zu verarbeiten, was sie da gerade vor sich hat. 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