{"id":4492,"date":"2022-09-14T16:54:56","date_gmt":"2022-09-14T14:54:56","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=4492"},"modified":"2022-09-14T16:54:56","modified_gmt":"2022-09-14T14:54:56","slug":"alexandra-andrews-die-assistentin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/alexandra-andrews-die-assistentin\/","title":{"rendered":"Alexandra Andrews: Die Assistentin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alexandra Andrews: Die Assistentin, Aus dem Amerikanischen von Regina Rawlinson, Goldmann Verlag, 400 Seiten, \u20ac17,00, 978-3-442-31623-6 <\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Die Assistentin: Psychothriller\" type=\"text\/html\" width=\"676\" height=\"550\" frameborder=\"0\" allowfullscreen style=\"max-width:100%\" src=\"https:\/\/lesen.amazon.de\/kp\/card?preview=inline&#038;linkCode=li2&#038;ref_=k4w_oembed_W85N9B0yIugbAD&#038;asin=3442316235&#038;tag=wwwkarinhahnr-21\"><\/iframe><\/p>\n<p><em>\u201eSie f\u00fchlte sich verraten und verkauft. Hatte sie nicht ihre Mutter abserviert? Warum konnte sie trotzdem nicht schreiben? Wo blieb der verhei\u00dfende Schreibrausch? War diese Belohnung etwa nur Helen verg\u00f6nnt?\u201c <\/em><\/p>\n<p>Um den Bucherfolg, um den eine Deb\u00fctantin oder ein noch unbekannter Autor beneidet wird, und seine dramatischen Folgen drehen sich neuerlich Thriller. Mag der Vergleich mit Patricia Highsmith auf dem Cover des neuen Buches \u201eDie Assistentin\u201c etwas zu hoch gegriffen sein, aber seit dem Roman \u201eDer Plot\u201c von Jean Hanff Korelitz wissen wir, wie sehr sich AutorInnen w\u00fcnschen, dass bedeutende KollegInnen ( in diesem Fall  Harlan Coben )  ihre neuen B\u00fccher promoten.<\/p>\n<p>Im Zentrum dieses Romans steht jedenfalls die hochgelobte Maud Dixon, die mit ihrem ersten Roman einen Riesenerfolg eingefahren hat. Maud Dixon ist ein Pseudonym, hinter dem eine taffe Frau Anfang drei\u00dfig steht, die eigentlich Helen Wilcox hei\u00dft. Sie hat sich ein kleines Cottage in einer entlegenen Gegend unweit von New York gekauft und h\u00e4lt nur Kontakt zu ihrer Agentin.<br \/>\nBei ihrer Suche nach einer Assistentin f\u00fcr ihren zweiten Roman wird ihr die junge Florence Darrow empfohlen. Der Sechsundzwanzigj\u00e4hrigen wurde gerade ihre Stelle beim Verlag Forrester Books gek\u00fcndigt, denn sie hatte nach einer Liebesaff\u00e4re mit einem einflussreichen Lektor versucht, diesen zu erpressen, um ihre eigenen Short Storys unterzubringen. Florence ist das Kind einer alleinerziehenden Mutter, die die Ambitionen nach Gr\u00f6\u00dferem und den Ehrgeiz ihrer Tochter kaum nachvollziehen kann. Noch glaubt die eigentlich sehr unsichere, wie blasse Florence, dass sie demn\u00e4chst ihren bedeutenden Roman schreiben wird, und der Job bei Helen k\u00f6nnte ihre viel zu fr\u00fche Schreibblockade l\u00f6sen. Helen fordert viel von Florence, die langsam mit der direkten und aufbrausenden Art ihrer Arbeitgeberin umzugehen lernt.<br \/>\nFlorence, wie viele andere, bewundert den Erstling von Helen, in dem sie von einer ungew\u00f6hnlichen Freundschaft und einem Mordfall erz\u00e4hlt. Immer wird nat\u00fcrlich dar\u00fcber spekuliert, in wie fern die tragische Handlung des Romans mit Helens eigenem Leben verkn\u00fcpft ist. Florence orientiert sich immer mehr an Helens Geschmack, ihre Art sich zu kleiden, ihren Lebensstil. Wenn sie w\u00fcsste, dass Helen Wilcox sie nur ausgew\u00e4hlt hat, weil sie ganz offensichtlich \u00fcber kein eigenes Potential und keine Pers\u00f6nlichkeit verf\u00fcgt, w\u00e4re Florence zutiefst beleidigt.<br \/>\nAls die beiden dann f\u00fcr Recherchen nach Marrakesch und weiter nach Semat reisen, h\u00e4ufen sich die Probleme. Helen wird immer aggressiver und Florence achtet nicht auf ihren Alkoholkonsum. Nach einem schrecklichen Autounfall, bei dem Florence mit dem Leihwagen im Meer landet und von einem Fischer herausgezogen wird, ist Helen verschwunden. Da sich Florence an nichts mehr erinnern kann und alle sie f\u00fcr Helen Wilcox, deren Papiere sie immer bei sich tragen musste, halten, l\u00e4sst sich die junge Assistentin auf den Identit\u00e4tstausch ein. Durch die Anonymit\u00e4t der Autorin glaubt Florence, einfaches Spiel zu haben, zumal ja schon das neue Manuskript, wie sie hofft, vorliegt. Doch sie \u00fcbersch\u00e4tzt sich ma\u00dflos, denn Helen lebt nat\u00fcrlich. Als dann ein Mitarbeiter vom US-Ministerium Florence, die ja nun Helen ist, mitteilt, dass auf ihrem Grundst\u00fcck eine Leiche gefunden wurde, bekommt die Handlung eine v\u00f6llig neue Wendung. Ein interessantes Detail: Die USA und Marokko haben kein Auslieferungsabkommen. Will Florence um des Erfolgs willen wirklich als Helen zur\u00fcckkehren und f\u00fcr einen Mord gerade stehen? Als Helen dann wirklich unversehrt auftaucht, wird alles noch viel komplizierter und Florence ahnt, dass ihr Leben schon lang in Gefahr ist.<\/p>\n<p>Keine Frage, dieser Roman ist absolut spannend konstruiert und umkreist nat\u00fcrlich auch alle Fragen, die sich rund um das Verfassen eines Buches drehen. Ist nur der Plot wichtig? Was muss ein guter Autor alles k\u00f6nnen? Kann er nur schreiben, wenn er etwas selbst erlebt hat? Was macht den weltweiten Erfolg eines Romans wirklich aus? Psychologisch \u00fcberzeugend agieren Alexandra  Andrews Figuren am Rand des Abgrunds, von dem nur eine dann letztendlich abst\u00fcrzen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alexandra Andrews: Die Assistentin, Aus dem Amerikanischen von Regina Rawlinson, Goldmann Verlag, 400 Seiten, \u20ac17,00, 978-3-442-31623-6 \u201eSie f\u00fchlte sich verraten und verkauft. Hatte sie nicht ihre Mutter abserviert? Warum konnte sie trotzdem nicht schreiben? 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