{"id":4418,"date":"2022-08-11T15:43:55","date_gmt":"2022-08-11T13:43:55","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=4418"},"modified":"2022-08-11T15:43:55","modified_gmt":"2022-08-11T13:43:55","slug":"sieben-tage-sommer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/sieben-tage-sommer\/","title":{"rendered":"Sieben Tage Sommer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Thommie Bayer: Sieben Tage Sommer, Piper Verlag, 160 Seiten, \u20ac22,00, 978-3-492-07044-7<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Sieben Tage Sommer: Roman | Eine geheimnisvolle Einladung nach S\u00fcdfrankreich\" type=\"text\/html\" width=\"676\" height=\"550\" frameborder=\"0\" allowfullscreen style=\"max-width:100%\" src=\"https:\/\/lesen.amazon.de\/kp\/card?preview=inline&#038;linkCode=li2&#038;ref_=k4w_oembed_ZWCc8zxUWlgFEh&#038;asin=3492070442&#038;tag=wwwkarinhahnr-21\"><\/iframe><\/p>\n<p><em>\u201eTrotzdem wird mir klar, dass das Ganze ein leicht degoutantes Unterfangen ist. Es hat was von einem altmodischen Theaterst\u00fcck, bei dem man nur drauf wartet, dass alle aufeinander losgehen. Oder von einem Krimi, an dessen Ende sich herausstellt, dass die zweite von vier Leichen der M\u00f6rder war.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Der siebzigj\u00e4hrige Max Thorberg, ein reicher Banker, der zur\u00fcckgezogen in der Schweiz lebt, vertraut einer sehr viel j\u00fcngeren Freundin namens Anja sein gro\u00dfes Haus in der N\u00e4he von Saint-Tropez an. Hier soll sie als Hauswirtschafterin f\u00fcnf Leute, die Thorberg von fr\u00fcher kennt, f\u00fcr sieben Tage umsorgen. Anja, eigentlich Architektin von Beruf, berichtet Max nun regelm\u00e4\u00dfig von den Geschehnissen in der Villa. Schnell wird gekl\u00e4rt, was der sehr diskrete Max, der nie auch nur einen Tag Geldsorgen hatte, mit den ehemals befreundeten Leuten zu tun hat. Vor drei\u00dfig Jahren haben diese f\u00fcnf ihm das Leben gerettet. Nach dem Tod seiner Frau hatte sich Max in die Einsamkeit zur\u00fcckgezogen. Auf einer Wanderung in Frankreich wurde er an einem Steilhang von zwei M\u00e4nnern \u00fcberfallen. Bevor es zum \u00c4rgsten kommen konnte, Max vermutete damals, er sollte entf\u00fchrt werden, vertrieben f\u00fcnf deutsche Wanderer die Angreifer. Allerdings st\u00fcrzte einer der T\u00e4ter in die Tiefe. Aus Angst vor Verwicklungen mit der franz\u00f6sischen Polizei kamen alle mit Max zu dem Schluss, dass sie \u00fcber den \u00dcberfall stillschweigen bewahren.<\/p>\n<p>Nun sitzen sich Jan, Danielle, Julia, Hans und Andr\u00e9 gegen\u00fcber und haben sich wenig zu sagen. Im Laufe der Zeit hatte sich ihre Freundschaft in Luft aufgel\u00f6st. Alle warten nur auf Max, den sie nach dem tragischen Ereignis nie wiedergesehen haben. Dabei hat Max, auch mit Privatdetektiven, die Lebenswege der f\u00fcnf verfolgt und auch finanziell oder mit Beziehungen bei der einen oder anderen Karriere nachgeholfen. Max f\u00fchlt sich diesen Menschen verbunden, aber er kennt sie nat\u00fcrlich nicht. Anja soll nun mit ihrer feinen Art genau zuh\u00f6ren, beobachten und Max berichten.<br \/>\nPer E-Mail tauschen sie sich jeden Tag aus und nach und nach gewinnen die Lesenden ein Bild vom<br \/>\nLeben der f\u00fcnf Personen, das bei den einen gut verlaufen ist, bei den anderen eher tragisch.<br \/>\nBei exzellentem Wein und hervorragendem Essen k\u00f6nnten die f\u00fcnf ihre Tage in S\u00fcdfrankreich genie\u00dfen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Pr\u00fcft Jan im Keller, wie teuer die Weine sind, um sie dann klammheimlich in sein Auto zu schaffen, kapselt sich Julia ab und schaut nur auf ihr Smartphone.<br \/>\nNiemand interessiert sich wirklich f\u00fcr den anderen. Anja versucht ihr Bestes, um die G\u00e4ste zu verw\u00f6hnen. Jan, der als Nachrichtenredakteur bei einem Sender in Leipzig arbeitet, jedoch ist maulfaul, und gibt oft vor zu arbeiten. Danielle und Andr\u00e9, den Anja immer noch am sympathischsten findet, kommen sich langsam n\u00e4her. Hans, der als Schauspieler eher in den Nebenrollen brilliert, spielt eher den idiotischen Clown in der Runde. Es wird viel zu viel getrunken und eher oberfl\u00e4chlich geredet. Schuldgef\u00fchle hat niemand, wenn das Gespr\u00e4ch auf diesen einen Tag vor drei\u00dfig Jahren kommt. Danielle hatte, was niemand wusste, anonym die Polizei informiert. Andr\u00e9 ist damals noch auf der anderen Seite des Abhangs entlang gefahren, um zu sehen, ob jemand verletzt ist.<br \/>\nMax schreibt Anja schon sehr fr\u00fch, dass er gar nicht die Absicht hat, den f\u00fcnf Leuten gegen\u00fcber zu treten. Seine Einladung hat einen Hintergedanken und dieser hat mit einem hochdotierten Posten und auch mit Anja zu tun.<\/p>\n<p>So richtig schlau wird man aus diesem E-Mail-Roman nicht, denn man glaubt immer, man habe etwas Wichtiges \u00fcberlesen oder irgendetwas Spektakul\u00e4res wird gleich enth\u00fcllt oder alle gehen wirklich aufeinander los. Aber das ist nicht der Fall. Es ist immer H\u00f6ren-Sagen, was von Anja vermittelt wird. Wer diese Personen wirklich sind, bleibt im Dunkeln. Geht es Thommy Bayer um die Gleichg\u00fcltigkeit, mit der Menschen auf ihren Wegen ihre Freunde einfach so verlieren? Ist das Schicksal, dass Menschen zusammenf\u00fchrt, einfach unberechenbar? Kann der Mensch nicht gl\u00fccklich sein und den Augenblick genie\u00dfen? Tut es einfach gut, wenn man als Wohlt\u00e4ter anderen das Leben leichter machen kann? Geht es um Altruismus, den man sich leisten kann und Egoismus, der einfach menschlicher ist?<\/p>\n<p>Mehr Fragen als Antworten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thommie Bayer: Sieben Tage Sommer, Piper Verlag, 160 Seiten, \u20ac22,00, 978-3-492-07044-7 \u201eTrotzdem wird mir klar, dass das Ganze ein leicht degoutantes Unterfangen ist. 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