{"id":3443,"date":"2020-05-18T09:07:32","date_gmt":"2020-05-18T07:07:32","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=3443"},"modified":"2020-05-18T09:07:32","modified_gmt":"2020-05-18T07:07:32","slug":"die-verlorene-frau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/die-verlorene-frau\/","title":{"rendered":"DIE VERLORENE FRAU"},"content":{"rendered":"<p><strong>Emily Gunnis: Die verlorene Frau, Aus dem Englischen von Carola Fischer, Heyne Verlag, M\u00fcnchen 2020, 384 Seiten, \u20ac20,00, 978-3-453-27289-7<\/strong><\/p>\n<p><code><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/B07ZTFLP1S\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B07ZTFLP1S&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkarinhahnr-21&amp;linkId=cd8a7f6ceb241c9ac21a12e4b02553f4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&amp;MarketPlace=DE&amp;ASIN=B07ZTFLP1S&amp;ServiceVersion=20070822&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;Format=_SL250_&amp;tag=wwwkarinhahnr-21\" border=\"0\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" alt=\"\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=wwwkarinhahnr-21&amp;l=am2&amp;o=3&amp;a=B07ZTFLP1S\" border=\"0\"><\/code><\/p>\n<p><em>\u201eSogar jetzt, mehr als f\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter, bestimmt jene Nacht noch immer die Richtung, die Rebeccas und sein Leben nahm. Aber noch nie so sehr wie in der heutigen Nacht. Cecilia war an einer Psychose erkrankt. Ebenso Rebecca. Litt Jessie jetzt daran?\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die 13-j\u00e4hrige Rebecca Waterhouse muss im Jahr 1960 mitansehen, wie ihr vom Krieg gezeichneter, zu Wutanf\u00e4llen, J\u00e4hzorn und Gewaltausbr\u00fcchen neigender Vater Jakob ihre Mutter Harriet zu Tode pr\u00fcgelt. Danach erschie\u00dft er sich selbst mit einer Pistole. Rebecca hat ihren Vater erst im Alter von sechs Jahren kennengelernt. Er musste in einer psychiatrischen Anstalt verbleiben, da er nach seinem Dienst als Soldat im Krieg eine Paranoia vor den deutschen Feinden entwickelt hatte. Einst starb sein Freund vor seinen Augen. Alkoholabh\u00e4ngig und gewaltt\u00e4tig stellte er eine Gefahr f\u00fcr seine Umgebung dar. Rebecca f\u00fcrchtet sich vom ersten Moment an vor dem Vater.<\/p>\n<p>Immer im Zeitenwechsel erz\u00e4hlt die englische Autorin von 1945 bis 1960 und dann wiederum vom Jahr 2014. Aufgewachsen ist Rebecca bei der Familie Roberts, die auch bereits mit Harriet Waterhouse befreundet war. Allerdings wurde Rebecca 1960 in die Obhut von Ted Roberts gegeben, mit dem Harriet wohl mehr als befreundet war. Rebecca w\u00e4chst mit Teds Sohn Harvey auf und wird mit ihm zusammen eine Tochter haben, Jessy.<br \/>\nJessy jedoch liebt nur ihre Stiefmutter Liz, die vor zwei Jahren an Krebs verstarb. Rebecca hat eine weitere Tochter Iris. Sie wuchs mit Mutter Rebecca und Vater John auf, dieser verstarb allerdings.<\/p>\n<p>Auf einer weiteren Erz\u00e4hlebene dreht sich alles um die wohlhabende Cecilia Barton, die einst mit Charles auf Northcote Manor lebte. Gegen alle Regeln der Gesellschaft freundete sie sich mit ihrer Kammerzofe Harriet an und sie pflegte auch ein gutes Verh\u00e4ltnis zu ihrem Mann Jakob. Allerdings und nun beginnen die Dramen, hat Jakob Cecilia vergewaltigt. Als sie schwanger wurde, erlitt sie eine Psychose floh mit dem Baby und Harriet rettete Rebecca.<\/p>\n<p>Es dauert eine Weile, ehe die Leserin verstehen kann, in welchen Konstellationen die Figuren zueinander geh\u00f6ren. Die Handlung springt immer wieder von Harriets Tagebuch in die Gegenwart und zur\u00fcck.<br \/>\nIm Jahr 2014 jedoch ist Jessy schwanger. Ihr Freund Adam, ein Reisejournalist, weilt in Nigeria und die Wehen setzen ein. Jessy ereilt nun wie Cecilia und Rebecca eine Psychose, in der die Mutter in den Wahn verf\u00e4llt, dass jemand ihr Baby vergiften will. Jessys Kind ist dazu noch erkrankt, als Jessy aus dem Krankenhaus flieht.<br \/>\nDie Spannung und Dramatik dieser manchmal doch sehr konstruierten Geschichte beruht auf der Neugier der Leserin. Warum verhalten sich die schwangeren Frauen so seltsam? Wie kann es sein, dass Harriet nun Rebecca aufgezogen hat, obwohl sie nicht ihr Kind war? Warum kann Rebecca wiederum mit ihrem ersten Kind nicht zusammenleben? Wo ist Jessy und ihr Baby?<br \/>\nUnd was ist in dieser Nacht 1960 wirklich passiert?<\/p>\n<p>\u201eDie verlorene Frau\u201c ist ein Spannungsroman vor dem Hintergrund der englischen St\u00e4ndegesellschaft. Es geht um Krankheiten, wie der postpartalen Depression, die laut dieses Romans durchaus vererbbar ist. Allerdings spielen auch die Grausamkeiten des Krieges eine Rolle, die trotz Friedenszeiten die Familien zerst\u00f6ren. Harriet hat keine Wahl, sie kann ihren unberechenbaren Mann, der sie letztendlich t\u00f6ten wird, nicht verlassen. Einige Nebenhandlungsschaupl\u00e4tze und Ungereimtheiten lenken zeitweise etwas ab, aber klar ist, wie hemmend sich die Psychosen auf ein Mutter-Tochter-Verh\u00e4ltnis letztendlich auswirken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emily Gunnis: Die verlorene Frau, Aus dem Englischen von Carola Fischer, Heyne Verlag, M\u00fcnchen 2020, 384 Seiten, \u20ac20,00, 978-3-453-27289-7 \u201eSogar jetzt, mehr als f\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter, bestimmt jene Nacht noch immer die Richtung, die Rebeccas und sein Leben nahm. 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