{"id":2752,"date":"2019-06-23T09:20:41","date_gmt":"2019-06-23T07:20:41","guid":{"rendered":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/?p=2752"},"modified":"2019-06-23T09:20:41","modified_gmt":"2019-06-23T07:20:41","slug":"die-verlobten-des-winters-band-1-der-spiegelreisenden-saga","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/karinhahnrezensionen.com\/lese24\/die-verlobten-des-winters-band-1-der-spiegelreisenden-saga\/","title":{"rendered":"Die Verlobten des Winters &#8211; Band 1 der Spiegelreisenden Saga"},"content":{"rendered":"<p><strong>Christelle Dabos: Die Verlobten des Winters &#8211; Band eins der Spiegelreisenden-Saga, Aus dem Franz\u00f6sischen von Amelie Thoma, Insel Verlag, Berlin 2019, 535 Seiten, \u20ac18,00, 978-3-458-17792-0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3458177922\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3458177922&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwkarinhahnr-21&amp;linkId=bab4e4629ff8a42c41b152be85cfc1f8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img src=\"\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&amp;MarketPlace=DE&amp;ASIN=3458177922&amp;ServiceVersion=20070822&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;Format=_SL250_&amp;tag=wwwkarinhahnr-21\" border=\"0\"><\/a><img loading=\"lazy\" width=\"1\" height=\"1\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" alt=\"\" src=\"\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=wwwkarinhahnr-21&amp;l=am2&amp;o=3&amp;a=3458177922\" border=\"0\"><\/p>\n<p><em>\u201e\u00dcbrigens wurde Ophelia bewusst, dass niemand sich hier wirklich mochte. Die Miragen missbilligten Berenildes Anwesenheit unter ihnen, doch sie begegneten auch Archibald und seinen Schwestern, von denen doch ihr Leben abhing, mit Argwohn. Man l\u00e4chelte viel, aber die Blicke waren unaufrichtig, die S\u00e4tze voll versteckter Anspielungen, die Luft vergiftet. Jeder misstraute jedem, und alle feierten bis zur Besinnungslosigkeit, um ihre Angst voreinander zu vergessen.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Der jungen Heldin dieser Geschichte, Ophelia, steht ein schweres Los bevor. Konnte sie auf ihrer Arche Anima ( Die Welt hat sich in Archen aufgeteilt, die zum Teil in der Luft schweben. <em>\u201eDer Weltkern ist das gr\u00f6\u00dfte \u00dcberbleibsel der urspr\u00fcnglichen Erde&#8230;\u201c <\/em> ) noch selbst \u00fcber ihr Leben bestimmen und aus eigener Kraft ihr Leben bestreiten, so endet sie zumindest am Ende des ersten Bandes als verkleideter m\u00e4nnlicher Page, obwohl sie die Verlobte eines H\u00f6flings ist, in einer Welt voller Neid, Gewalt und Feindschaft der einzelnen Klans. Diese erkennt man an den T\u00e4towierungen, z.B. an den H\u00e4nden.<\/p>\n<p>Die unscheinbare junge Frau, die durch Spiegel gehen kann und mit den H\u00e4nden Gegenst\u00e4nde lesen, spricht leise, hat st\u00e4ndig wirres Haar, tr\u00e4gt eine dicke Brille und ist \u00e4u\u00dferst tolpatschig. Ein Spiegelunfall hat ihren K\u00f6rper deformiert. Aber sie hat auch einen ganz unsch\u00e4tzbaren Vorteil, ihre Nat\u00fcrlichkeit. Es ist eine seltsame Gesellschaft, die die Archen besiedelt. Man fliegt im Zeppelin, die Kleidung und Per\u00fccken setzten sich aus Versatzst\u00fccken des Rokoko zusammen, es gibt Telefone und Telegramme, Fachwerkfassaden und Stra\u00dfenbahnen. Ophelia leitet ein kleines Museum f\u00fcr Ur- und Fr\u00fchgeschichte und arbeitet gr\u00fcndlich und detailversessen. Sie kann nicht fassen, dass ihre Mutter und die sogenannten Doyennen sie an einen Mann verschachern, der fernab auf der eiskalten Arche Pol wohnt. Riesig gro\u00df, d\u00fcrr, arrogant und maulfaul ist dieser Mann,der Thorn hei\u00dft und dazu noch ein Zahlenmensch, Bastard und H\u00f6fling ist. Kaum ist er in Anima gelandet, so reist er mit Ophelia und ihrer temperamentvollen Tante Roseline, als Anstandsdame schon wieder Richtung Eisland Pol. Das Verlobungsjahr muss eingehalten werden, dabei sind die Verlobten sich v\u00f6llig fremd. Niemand redet mit Ophelia, nur ein einziges Mal erw\u00e4hnt Thorn, dass Ophelia das Hofleben eventuell nicht \u00fcberleben wird. In Himmelsburg angekommen, soll Ophelia Thorns Tante, Dame Berenilde aus der Familie der Drachen mit entsprechenden Krallen Gesellschaft leisten. Seltsam ist, dass nichts in diesem Land echt ist, vieles ist einfach nur eine optische T\u00e4uschung. Es gibt starke Hierarchien und Dienstpersonal, was Ophelia von Anima einfach nicht kennt. Sie entdeckt nach und nach, dass Thorn ist auserw\u00e4hlt hat, weil sie nat\u00fcrlich und hoffentlich auch furchtbar ist. F\u00fcr Ophelia ist das fast wie eine Beleidigung, zumal sie das Leben der Frauen am Hofe einfach nur langweilig findet.<br \/>\nThorn jedenfalls ist am Hof ziemlich unbeliebt, da er der Rechnungsf\u00fchrer im K\u00f6nigreich ist.<br \/>\nOphelia f\u00fchlt sich den Launen von Berenilde, die vom Familiengeist schwanger ist, ausgeliefert. Sie soll sich unbedingt verstecken und auch Tante Roseline darf nicht auffallen. Zu gro\u00df ist die Angst vor den verfeindeten Familien. Ophelia ahnt, dass sie in einer Schlangengrube gelandet ist und ihre Familie keinen ihrer Briefe erhalten wird. Thorn hat au\u00dferdem einen Menschen get\u00f6tet, der seinen Pl\u00e4nen im Wege stand. Um aus der Gefangenschaft zu entfliehen, versucht Ophelia ihre \u00fcberirdischen F\u00e4higkeiten spielen zu lassen, aber auch das ist schwierig. Sie l\u00e4uft sogar dem gef\u00e4hrlichen Botschafter in die Arme, der schnell erkennt, wer sie ist. Unverbl\u00fcmt erz\u00e4hlt er ihr, dass er sie, blo\u00df um Thorn zu ver\u00e4rgern, gern verf\u00fchren w\u00fcrde.<br \/>\nRaue Sitten, Stammesdenken und brutale Umgangsformen regieren den Pol. Sogar Thorns Halbschwester Freya versucht Ophelia, Gewalt anzutun. Ophelia ist entsetzt, als sie erf\u00e4hrt, mit welchem Ziel diese Ehe geschlossen werden soll. Sie soll ihrem k\u00fcnftigen Ehemann ihren Animismus verleihen und er gibt ihr seine Krallen.<br \/>\nDie einzige Vertrauensperson f\u00fcr Ophelia soll die unsympathische Dame Berenilde sein. Thorn erkennt, dass sein Schweigen Ophelia in gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeiten bringen k\u00f6nnte. Sicher sind beide kein Traumpaar, aber langsam taut das Eis zwischen den beiden.<br \/>\nAls der Botschafter dann die hochschwangere Berenilde dann in sein Haus, den Mondscheinpalast beordert, muss Ophelia und Tante Roselinde mit. Aber Ophelia wird in einen Mann verzaubert, was ihr mehr als recht ist. Wie immer neugierig h\u00f6rt Ophelia von einem Buch, dessen \u00dcbersetzung mehr als schwierig ist.<\/p>\n<p>Zauberkr\u00e4fte der Klans, seltsame Sinnest\u00e4uschungen, eigenwillige schillernde starke Figuren und ein Paar, dass sich irgendwie finden k\u00f6nnte, sind die Grundpfeiler dieser Geschichte, die sprachlich auf jeden Fall aus der Massenware der Fantasyliteratur herausragt. Noch zwei B\u00e4nde sind angek\u00fcndigt und wer Freude an dieser illusion\u00e4ren Welt voller Untiefen und Geheimnisse hat, der sollte weiterlesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christelle Dabos: Die Verlobten des Winters &#8211; Band eins der Spiegelreisenden-Saga, Aus dem Franz\u00f6sischen von Amelie Thoma, Insel Verlag, Berlin 2019, 535 Seiten, \u20ac18,00, 978-3-458-17792-0 \u201e\u00dcbrigens wurde Ophelia bewusst, dass niemand sich hier wirklich mochte. 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