Monthly Archives: November 2011

Das Kind und die Gewissensbisse

Anne Enright: Anatomie einer Affäre, Aus dem Englischen von Petra Kindler und Hans–Christian Oeser, Deutsche Verlagsanstalt, München 2011, 320 Seiten, €19,99, 978-3-421-04540-9 „Das ist wohl die Regel: dass Leute sich irrsinnig auffällig verhalten, bevor es richtig losgeht, und lächerlich auffällig, wenn es endet, aber wenn es passiert, wenn es beschlossene Sache ist, wenn sie übereinander [...]

Spielarten der Liebe

Camilla Grebe & Åsa Träff: Das Trauma, Aus dem Schwedischen von Gabrielle Haefs, btb, 443 Seiten, €14,99, 978-3-442-75259-1 „Dem Gespräch über die Liebe, nicht die schöne romantische Liebe, sondern die schwarze, gewaltsame, die uns zu Dingen treibt, die wird nicht tun dürften, die uns die Kontrolle verlieren lässt. Die Liebe, die verletzt, wehtut.“ Wie kompliziert [...]

Fast so wie Beatrice Potters Leben und doch anders

Marie-Aude Murail: Das ganz und gar unbedeutende Leben der Charity Tiddler, Aus dem Französischen von Tobias Scheffler, S.Fischer Verlag, 571 Seiten, €16,95, 978-3-596-85443-1 „Und plötzlich sah ich mich so, wie ich war: Ich kniete und sprach mit einem Kaninchen.“ Charity Tiddler könnte Beatrice Potter sein, ist sie aber nicht. Die französische Autorin Marie-Aude Murail erzählt [...]

Rückkehr in die Vergangenheit

Isabel Ashdown: Sunday Girl, Aus dem Englischen von Rainer Schmidt, Eichborn Verlag, Frankfurt a.M., 315 Seiten, €19,95, 978-3-8218-6137-1 „Sie will die Ohrringe so weit von sich fort schaffen wie möglich und vergessen, dass das alles je passiert ist.“ Nach 24 Jahren kehrt Sarah in ihren Heimatort zurück, um am Ehemaligentreffen an der Selton High School [...]

Die Gedankenleserin

Elizabeth George: Whisper Island. Sturmwarnung, Aus dem Amerikanischen von Ann Lecker-Chewiwi und Bettina Arlt, INK, Egmont Verlag, Köln 2011, 445 Seiten, €19,99, 978-3-86396-001-8 „Weil, dachte Becca, weil… weil. Weil die Worte im Zimmer herumflogen wie böse Geister, die nach jemandes Seele schrien. Weil sie nicht sagen konnte, welche Gedanken wem gehörten.“ Die 14-jährige Hannah Armstrong [...]

Ach du krümeliger Pfefferkuchen, Weihnachten bei den Poneleits

Anu Stohner, Hildegard Müller (Ill.): Ach du krümeliger Pfefferkuchen, Weihnachten bei den Poneleits, Deutscher Taschenbuch Verlag, Reihe Hanser, München 2011, 100 Seiten, €14,95, 978-3-423-62504-3 „ Max ließ sich neben sie auf den Haufen Kuscheltiere plumsen und wünschte sich irgendwohin, wo schon Bescherung war und es keine Geschenke gab, die davonlaufen konnten.“ Um eine chaotische Familiengeschichte [...]

Alle gegen Kalle

Charlotte Habersack: Alle gegen Kalle, Tulipan Verlag, Berlin 2011, 155 Seiten, €12,95, 978-3-939944-75-1 „Langsam bezweifelte ich, ob ich überhaupt noch trainieren musste. So oft, wie ich in letzter Zeit auf der Flucht war.“ Wie tröstlich Schokocreme im Croissant sein kann, das weiß der neunjährige Kalle, besonders in der Schule. Und so fühlt sich der Junge [...]

Kenia und der Berg

Anita Shreve: Das erste Jahr ihrer Ehe, Aus dem Amerikanischen von Mechthild Sandberg, Piper Verlag, München 2011, 367 Seiten, €19,99, 978-3-492-05404-1 „Seit ihrer Ankunft in Kenia war sie bestohlen und ausgeraubt worden, hatte den Tod eines Menschen verschuldet, war vor einem tödlichen Schlangenbiss gerettet worden, war einer Liebe begegnet, die vorüber war, bevor sie begonnen [...]

Klebrige Romantasy

Sophie Jordan: Firelight, Brennender Kuss, Aus dem Amerikanischen von Julia Sroka, Loewe Verlag, Der – Audio – Verlag, Berlin 2011, 5 CDs, 325 Minuten, €19,99, 978-3-86231-094-4 „ Ich habe andere Talente.“ Nach dem Prinzip – Fantasy geht immer – beschert die amerikanische Autorin Sophie Jordan mit ihrem Jugendbuchdebüt dem Markt erneut eine Liebesschmonzette. Nur agieren [...]

Das Leben auf den Kopf gestellt

Ali Lewis: Es wird schon nicht das Ende der Welt sein, Aus dem Englischen von Catrin Frischer, cbj, München 2011, 315 Seiten, €14,99, 978-3-570-15365-9 „Da, an meiner Seite, war Buzz, der so tat, als wäre alles ganz normal, ich schluckte also meine Aufregung runter und tat so, als wäre das ein Tag wie jeder andere.“ [...]